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OZ Chef-Letter - Das Ende einer Ära

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OZ Chef-Letter
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
es war im Jahr 1995 und ich war Abiturient, als eine Frau mit seltsamer Frisur und bedächtigem Schritt zu uns in die Schule kam – ins Herder-Gymnasium nach Stralsund, das es heute gar nicht mehr gibt. Sie wirkte interessiert, engagiert, sehr freundlich, wollte vieles von uns wissen und ließ sich auf unsere Fragen ein.
Sie war damals Bundesumweltministerin – ein Posten, der in jenen Jahren noch nicht so die Bedeutung hatte wie heute. Dass diese Frau einmal als Bundeskanzlerin 16 Jahre lang die Geschicke unseres Landes lenken würde, war für mich an jenem Vormittag undenkbar. Genauso undenkbar scheint jetzt, dass Angela Merkel bald nicht mehr Bundeskanzlerin ist. Meine 15-jährige Tochter kennt gar keine andere Person auf diesem Posten. Und doch nimmt Merkel langsam Abschied von ihrem Amt.
Heute sonnte sie sich noch einmal in der Stadt, die seit 1990 ihre politische Heimat ist – in Stralsund, dem Zentrum ihres Wahlkreises. Was Weggefährten über sie sagten, lesen Sie unter anderem im Liveticker unseres Lokalchefs Kay Steinke. Es sind viele warme Worte, Kritik gab es heute so gut wie keine.
Aber warum auch: Angela Merkel hat sicher nicht alles richtig gemacht in ihrer Amtszeit. Aber sie hat viel erreicht – auch für Mecklenburg-Vorpommern. Und sie hat sich das bewahrt, was mir schon als 18-jähriger Schüler an ihr auffiel: Sie ist völlig frei von Eitelkeit, wägt ab, bevor sie etwas sagt oder eine Entscheidung trifft – und sie ist immer noch interessiert, engagiert, freundlich.
Und wer weiß: Vielleicht kehrt sie ja doch noch einmal zurück nach Stralsund. Manche wie der Linksfraktionschef Dietmar Bartsch – ein gebürtiger Stralsunder übrigens – unken ja schon, dass Angela Merkel noch zu Weihnachten Bundeskanzlerin ist, weil die Koalitionsbildung nach der Wahl schwierig werden könnte.
Und Sie, liebe Leser? Was meinen Sie zu 16 Jahren Angela Merkel? Schreiben Sie uns gern an newsletter@ostsee-zeitung.de
Herzlich,
 Leitender Redakteur

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Azubi freut sich über Besucher-Kontakt
In dieser Rubrik stellen wir Menschen aus unserer Region in einem Kurzporträt vor. Diesmal trafen wir Fabian Erpenbach, der sich in Zinnowitz zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit ausbilden lässt.
(Foto: Gert Nitzsche)
(Foto: Gert Nitzsche)
Gerade hat Fabian Erpenbach (17) das erste Lehrjahr seiner Ausbildung zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit in der Zinnowitzer Kurverwaltung abgeschlossen. Nach Stationen im Servicebereich, Buchhaltung, Kultur und Marketing, ist er nunmehr in der Tourismusinformation tätig. „Ich habe jetzt verschiedene Stationen absolviert. Hier im direkten Kontakt mit den Besuchern gefällt es mir besonders“, sagt der Azubi.
Mitarbeiterin Ortrud Drenkmann findet, dass sich Fabian nach anfänglicher Zurückhaltung nun schon beachtlich gut schlägt. Gemeinsam mit seinen Eltern war der in Eberswalde beheimatete junge Mann fast jedes Jahr in Zinnowitz oder Ahlbeck im Urlaub. Da war es naheliegend, eine berufliche Herausforderung auf der Insel Usedom zu suchen.
Fabian hat in Wolgast eine Wohnung gefunden und gelangt täglich gut mit der Usedomer Bäderbahn nach Zinnowitz. Er ist gern in der Natur, dabei oftmals mit dem Fahrrad unterwegs. Natürlich mag er den Strand und das wechselnde Wellenspiel am Meer.
Von Gert Nitzsche
Leserfoto des Tages

Ein richtiger Hingucker (Foto: Antje Syring)
Ein richtiger Hingucker (Foto: Antje Syring)
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