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OZ Chef-Letter - Drei Corona-Thesen für 2022

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Liebe Leserinnen und Leser,
2021 endet mit vielen Ungewissheiten. Genau vor einem Jahr war ich optimistisch, dass all die Corona-Entbehrungen bald vorbei sind. Meine Kinder in die Kita gehen können und ich in ein volles Stadion. Die Impfungen hatten begonnen, Aufbruchsstimmung lag in der Luft.
Jetzt steht Omikron vor der Tür, die Gesellschaft ist gespalten und die Kitas zwar noch auf - aber wer weiß, wie lange. Eine bittere Bilanz, mit der ich noch im Sommer nie gerechnet hätte.
Trotzdem sind wir weiter als vor zwölf Monaten, wir haben viel gelernt. Deswegen wage ich es, drei Thesen aufzustellen, was uns 2022 erwartet.
1. Wir werden Corona nicht los
Als alles losging, im März 2020, gingen Witze durchs Internet: „Wisst ihr noch, wie das war mit Corona … im Jahr 2030“. Damals haben wir gelacht und auf den Herbst gewartet. Es kam anders. Heute muss man realistisch sein: Auch 2022 wird uns Corona weiter begleiten - inklusive Einschränkungen. Der Virologe Christian Drosten rechnet damit, dass der kommende Herbst darüber entscheidet, ob wir in den endemischen Zustand übergehen.
2. Die Impfpflicht wird unsere Probleme nicht lösen
Viele führende Politiker sind sich einig darüber, im Frühjahr 2022 eine Impfpflicht in Deutschland einführen zu wollen, darunter auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Ich fürchte, das wird unsere Probleme nicht lösen - sie vielleicht sogar verschlimmern. Meine Kolleginnen und Kollegen aus der Redaktion begleiten nun schon seit Monaten die immer größer werdenden Corona-Demos. Sie erzählen, wie der Ton dort rauer wird, sie sich bedroht fühlen. Wird eine Impfpflicht diese Menschen umstimmen? Ich glaube nicht. Ich befürchte eher, dass wir dann jene Menschen verlieren, die mit Argumenten noch zu erreichen wären.
3. Vernunft und Geduld sind der Schlüssel zum Erfolg
Trotz aller Herausforderungen, denen wir gegenüber stehen, sollten wir unseren Optimismus nicht verlieren. MV hat schon viele Krisen gemeistert: Die Arbeitslosigkeit der 2000er, die Flüchtlingskrise 2015 - alles heute kein Thema mehr. Wir müssen weiter vernünftig und geduldig sein, nicht grollen, sondern aufeinander zugehen. Auch diese Krise wird enden. Ich persönlich glaube daran - was sollte man sonst tun?
Ich wünsche Ihnen ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr
Ihr Alexander Müller
stellvertretender Chefredakteur

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Gesicht des Tages

Rügen: 57-Jähriger zeigt seine Verbundenheit zur Ostsee
Die OSTSEE-ZEITUNG stellt in der Rubrik „Gesicht des Tages“ Menschen aus der Region und von der Insel Rügen vor. Heute: Maik Thümer, der Hühnergötter versilbert.
Gesicht des Tages: Maik Thümer (Foto: OZ)
Gesicht des Tages: Maik Thümer (Foto: OZ)
Maik Thümer nimmt seit 16 Jahren an Kunsthandwerkermärkten teil. Mit seinem handgefertigten Silberschmuck zeigt er seine Verbundenheit zur Natur. Aus Liebe zu den Märkten, die ausschließlich im Norden von Deutschland bis hin zur Insel Rügen stattfinden, entschied sich der gebürtige Chemnitzer, nach Vorpommern zu ziehen. So betreibt er seit Juli 2020 die kleine Galerie „Anna Art Design“ am Stralsunder Apollonienmarkt.
„Ich gieße Hühnergötter eins zu eins in Silber nach, da bin ich so weit ich weiß der einzige“, berichtet der 57-Jährige. Die massiven Silbergüsse können dann als Kettenanhänger getragen werden. „Mit den individuellen Schmuckstücken möchte ich meine Verbundenheit zur Ostsee zeigen, die Natur ist schließlich das beste Vorbild.“ Vor acht Jahren hat Maik Thümer die gleichnamige Künstlergemeinschaft „Anna Art Design“ gegründet. So bietet er in seiner Galerie auch die Lackmalerei der Künstlerkollegen an.
Leserfoto des Tages

(Foto: Anke Hanusik)
(Foto: Anke Hanusik)
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