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OZ Chef-Letter - Er war ein Fels von Mann

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Tod und Leben – wie eng sie doch oft beieinander liegen. In der vergan
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Tod und Leben – wie eng sie doch oft beieinander liegen.
In der vergangenen Nacht ist ein Mann gestorben, der fast zwei Jahrzehnte als Bürgermeister die Geschicke der Stadt Grimmen lenkte: Benno Rüster. Zwei Tage zuvor war sein zweites Enkelkind geboren worden, ein Mädchen.
Benno Rüster war ein Fels von Mann: unverrückbar, standhaft, kantig – aber auch natürlich, verlässlich und sturmerprobt. Wenn er etwas sagte, hielt er Wort. Er passte in die Stadt und wird ihr fehlen. Bei der Bürgermeisterwahl im Jahr 2015 holte er 83 Prozent der Stimmen – obwohl es einen Gegenkandidaten gab. Das sagt alles.
Als mich die Nachricht von seinem Tod heute kurz vor 14 Uhr erreichte, entschied ich gemeinsam mit unserer Grimmener Lokalchefin Almut Jaekel, Benno Rüster mit einem Nachruf zu ehren. Dabei war auch ich zunächst geschockt: Es ist immer etwas anderes, jeden Tag über den Tod von Wildfremden zu lesen und zu schreiben, als vom Lebensende eines Menschen zu erfahren, den ich persönlich kannte, in dessen Stube ich saß – wie so viele Menschen vor und nach mir.
All jene werden sich an ihn erinnern – und wenn seine zwei Tage alte Enkeltochter einmal groß ist, wird sie vermutlich stolz auf ihren Opa sein, wenn die Menschen ihr von ihm erzählen. So lebt er weiter – irgendwie.
Herzlich,
Stellvertretender Chefredakteur

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Gesicht des Tages

Gesicht des Tages: Ernst Dörffel (Foto: Heiko Hoffmann)
Gesicht des Tages: Ernst Dörffel (Foto: Heiko Hoffmann)
Der Januar ist der traditionelle Monat für Empfänge. Corona macht auch hier einen Strich durch die Rechnung. Der Poeler Neujahrsempfang soll im Laufe des Jahres nachgeholt werden. Eine gute Tradition ist es, bei dieser Gelegenheit Poeler zu ehren. Vor einem Jahr zählte Sanitätsrat Ernst Dörffel zu den sieben Menschen, die besonders gewürdigt wurden. Bürgermeisterin Gabriele Richter sprach vom Landarzt mit Leib und Seele und den „am längsten praktizierenden Mediziner der Insel Poel“. Nach dem Medizinstudium an der Berliner Charité von 1958 bis 1964 und der Facharztausbildung in Wismar übernahm Ernst Dörffel 1972 die Poeler Praxis von Dr. Blass. 47 Jahre lang habe er die Poeler zu jeder Tagesund Nachtzeit mit Selbstlosigkeit medizinisch versorgt. Erst kurz vor seinem 80. Geburtstag hatte sich Ernst Dörffel endgültig in den Ruhestand verabschiedet. Noch heute denken seine früheren Patienten an seine herzliche Fürsorge. 
Von Heiko Hoffmann
Leserfoto des Tages

Entzückendes Gezwitscher (Foto: Heidi Bornschein)
Entzückendes Gezwitscher (Foto: Heidi Bornschein)
Ein hübscher Distelfink zwitschert ein tolles Liedchen. Mit seinemschönen Gefieder macht er den grauen Winter ein bisschen bunter.
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