OZ Chef-Letter

Von OZ-Redaktion

OZ Chef-Letter - Es ist aus und vorbei

#405・
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Liebe Leserinnen und Leser,
sind Sie mal einem Fischer begegnet? Das sind Menschen, die gibt es eigentlich gar nicht mehr. Bodenständige, urige Typen, die einem körperlich hartem Handwerk nachgehen, mit dem nicht mehr viel zu verdienen ist. Sie machen das, weil das schon ihr Vater, Großvater, Urgroßvater usw. gemacht haben. Weil sie ihren Beruf lieben - er ist ihr Leben.
Damit scheint es nun endgültig vorbei zu sein. Das Schreckgespenst wurde schon oft heraufbeschworen, nun ist es da - die Berufsfischerei in Mecklenburg-Vorpommern steht vor dem Ende. Die EU hat neue Fangquoten bekannt gegeben, Dorsch und Hering dürfen so gut wie gar nicht mehr gefangen werden. Die Fischereigenossenschaft im Land denkt darüber nach, sich aufzulösen.
Meine Kollegin Martina Rathke analysiert in ihrem Kommentar, wie es zu diesem Fiasko kommen konnte und wer die Verantwortung dafür trägt. Außerdem haben wir mit einem Biologen gesprochen, wie die harten Quoten wissenschaftlich zu erklären sind.
Was heißt das für die Fischer selbst? Wir haben mit ihnen auf der Insel Rügen gesprochen, wo es eine große Tradition gibt. Die Rede ist dort vom “Todesstoß”. Ähnlich sieht es in Stralsund aus: Die Situation ist dramatisch. Verzweiflung auch in Ahrenshoop und in Warnemünde.
Ebenfalls beantworten wir die Frage: Gibt es bald keine Fischbrötchen mehr?
Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend
Ihr Alexander Müller
stellvertretender Chefredakteur

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Gesicht des Tages

Wird es je wieder eine Jumpcrew in Wismar geben?
In der Rubrik „Gesicht des Tages“ stellen wir regelmäßig Menschen aus Nordwestmecklenburg vor. Heute: Detlef Papke. Der 57-Jährige gründete die Jumpcrew in Wismar. Doch die Pandemie hat bei den Tanzbegeisterten Spuren hinterlassen.
Gesicht des Tages: Detlef Papke (Foto: Jana Franke)
Gesicht des Tages: Detlef Papke (Foto: Jana Franke)
Wismar. Musik ist sein Ding, am liebsten Hardstyle mit ordentlich Bass – auch wenn er seine Vorliebe dafür zu Hause nicht ausleben darf, wie Detlef Papke lachend verrät. Seine Frau hat nämlich einen vollkommen anderen Musikgeschmack. „Also drehe ich im Auto ordentlich auf, wenn ich alleine unterwegs bin“, sagt der 57-Jährige aus Alt Meteln.
Vor zehn Jahren gründete er die Jumpcrew in Wismar, die nach solchen Klängen tanzt. Doch die Pandemie hat tiefe Spuren hinterlassen. Die Truppe existiert in der Form nicht mehr – sie konnte nicht mehr trainieren und Auftritte mussten abgesagt werden. „Corona hat uns kaputtgemacht“, bedauert er.
In Hochzeiten betreute der Frührentner mit der Jumpcrew 80 Kinder unterschiedlicher Altersgruppen. Über die Jahre hinweg waren es um die 300 Schützlinge, die er anleitete. Jetzt muss er jedoch wieder von Null anfangen. Ein erster Schritt ist in der Regionalen Schule in Bad Kleinen getan. Dort bietet er montags Kurse an. So ganz gibt Detlef Papke die Hoffnung nicht auf, dass sich auch wieder in Wismar Tanzbegeisterte finden. Wer Lust hat, kann Kontakt zu ihm aufnehmen: telefonisch unter 0179/4915613 oder per Mail unter DPapkeSJRWismar@aol.com.
Selbstregie wird in seinen kostenfreien Kursen großgeschrieben. „Ich möchte, dass die Kinder selbst kreativ werden“, begründet er.
Von Jana Franke
Leserfoto des Tages

Kaskaden (Foto: Anne Schönemann)
Kaskaden (Foto: Anne Schönemann)
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