OZ Chef-Letter

Von OZ-Redaktion

OZ Chef-Letter - Für Ungeimpfte wird's ungemütlich

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Liebe Leserinnen und Leser,
die ganz große Corona-Welle rollt noch nicht durch MV, und doch werden die Einschränkungen zumindest für Ungeimpfte spürbar größer. Nach den neuen Corona-Zahlen von heute Nachmittag gilt gleich in vier Regionen des Landes (den beiden Vorpommern-Landkreisen, Schwerin und dem Kreis Rostock) die gelbe Corona-Warnstufe.
Heißt: Wer nicht immunisiert ist, benötigt wieder Tests in öffentlichen Innenräumen. Das gilt zum Beispiel dann, wenn Ungeimpfte ins Restaurant, Kino, Spaßbad, Konzert, Fitnessstudio oder auf einen Indoor-Spielplatz möchten. Gerade jetzt, da viele Menschen ihre Herbstferien starten, steigt der Wunsch nach solchen Aktivitäten - auch bei den Tausenden Urlaubern, die sich in unseren Tourismusregionen erholen.
Meine Kollegin Antje Bernstein beleuchtet in ihrem Bericht den Aspekt, dass es für Ungeimpfte auch teurer wird. Denn ab nächster Woche fallen kostenfreie Tests für sie weg - zudem streicht der Staat für ungeimpfte Arbeitnehmer bald die Lohnfortzahlung, wenn sie in Corona-Quarantäne müssen.
Jetzt, da die Infektionszahlen steigen, rücken diese Beschlüsse, die ja schon vor Wochen gefasst wurden, plötzlich in die Lebenswirklichkeit vieler Menschen. Was meinen Sie, liebe Leser: Ist es richtig, finanziellen Druck auf ungeimpfte Bürger auszuüben (um die Impfquote zu erhöhen) - oder ist es kontraproduktiv, weil so eventuell ein Verdacht oder eine Infektion verschwiegen werden und Erkrankungen dann schlechter nachzuverfolgen sind?
Schreiben sie mir gern an: newsletter@ostsee-zeitung.de
Ich freue mich auf Ihre Post und wünsche Ihnen einen schönen Abend
Herzlichst
Ihr Alexander Loew
Leitender Redakteur

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Gesicht des Tages

Dieser Mann versorgt Sallenthins Schützen mit einem Orden
In der Rubrik „Gesicht des Tages“ stellen wir Menschen aus der Region vor. Peter Priemel ist ein Usedomer, der viele Jahre auf den Meeren der Welt unterwegs war. Er engagiert sich in der Sallenthiner Schützengilde.
Gesicht des Tages: Peter Priemel (Foto: Gert Nitzsche)
Gesicht des Tages: Peter Priemel (Foto: Gert Nitzsche)
Neuendorf. Ohne diesen Mann fehlt den Schützenkönigen der Schützengilde Sallenthin etwas. Peter Priemel erfreut die Schützen Jahr für Jahr mit seinem „Adler“, der aus Möbelplatten gefertigt wurde. „Da kann ich meine handwerklichen Fähigkeiten nutzen“, sagt der 76-jährige Rentner.
Hinter dem Adler verbirgt sich ein farbiger Orden, den die Sieger bekommen. „So bleibt das Schützenfest nicht nur bei den Siegern in Erinnerung“, meint Priemel. Ihm gefällt der Zusammenhalt im von Pierre Westphal geführten Verein. „Ich freue mich, dass wir jüngere Leute für unsere Gemeinschaft gewinnen konnten, schließlich soll der Traditionsverein noch länger bestehen“, sagt der rüstige und lebensfrohe Rentner.
Viele Jahre lebte er in Heringsdorf. Als Matrose der Handelsschifffahrt war er auf den großen Meeren unterwegs. Später hatte es ihn nach Bayern gezogen, wo er seine Jugendliebe Gisela gefunden und geheiratet hat. In Neuendorf hat er ein schmuckes Häuschen. Enge Kontakte gibt es zum in Bayern lebenden Sohn Daniel.
Von Gert Nitzsche
Leserfoto des Tages

Rose mit morgendlichem Schmuck (Foto: Meike Altenburg)
Rose mit morgendlichem Schmuck (Foto: Meike Altenburg)
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