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OZ Chef-Letter - Gericht kippt Ferienpark-Pläne in Darßer Natur

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Liebe Leserinnen und liebe Leser,
diese Entscheidung hat Wucht und könnte richtungsweisend für viele Projekte im Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern sein: Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald hat nach einer Klage des BUND die Pläne für eine großes Tourismus-Projekt auf dem Darß gekippt. Auf dem Borner Holm sollten 50 Ferienhäuser und ein Hotel entstehen.
Da das Vorhaben aber mitten im Landschaftsschutzgebiet verwirklicht werden sollte, sprachen die Richter ihr Veto aus - zu viel Natur werde zerstört. Das Urteil, gegen das keine Revision eingelegt werden kann, dürfte Naturschützern bei ähnlich gelagerten Projekten Auftrieb geben, zum Beispiel in Kamminke auf Usedom, wo ebenfalls am Kliff Ferienhäuser mit Ausnahme-Antrag in einem Landschaftsschutzgebiet geplant sind.
Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftszweig in MV, allerdings braucht das Land auch Industrie. Deshalb lässt die Nachricht aufhorchen, dass das Ende des Rotorblatt-Werkes von Nordex in Rostock womöglich doch noch nicht besiegelt ist. Wie mein Kollege Andreas Meyer herausgefunden hat, will sich vor der drohenden Schließung Wirtschaftsminister Robert Habeck einschalten - sogar über eine Verstaatlichung wird diskutiert, da der Bund den Windkraft-Produktionsstandort im Norden dringend benötigt.
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre und schönen Abend.
Herzlichst,
Ihr Alexander Loew
Leitender Redakteur

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Gesicht des Tages

Gesicht des Tages: Kevin Karr (Foto:  Uwe Driest)
Gesicht des Tages: Kevin Karr (Foto: Uwe Driest)
Die Ostsee-Zeitung stellt in der Rubrik „Gesicht des Tages“ Menschen aus der Region und von der Insel Rügen vor. Heute: Kevin Karr, der zwar nicht auf Rügen geboren wurde, aber dennoch sein ganzes Leben auf der Insel verbrachte.
Drei Tage haben das Leben von Kevin Karr für immer verändert. So lange war seine Mutter nämlich in Erfurt als er das Licht der Welt erblickte.
Obwohl die Familie aus Bergen stammt und Kevin hier lebt, seit er ein Säugling ist, ist er dennoch laut Geburtsurkunde kein Insulaner. Der 29-Jährige hat es verkraftet, ging seinen beruflichen Weg, der ihn vom Lehrling in einem Möbel- über eine weitere Station in einem Autohaus zu einer großen Maklerfirma führte. Dort ist er nun Büroleiter und für den Bereich Vorpommern zuständig. So wurde es möglich, dass Kevin Karr in diesen Tagen mit Frau, Sohn und Labrador-Hündin das eigene Heim im Bergener Kiebitzmoor bezog.
Als Jugendlicher betrieb er Taekwondo und spielte Schach im Verein. „Dafür bleibt heute keine Zeit mehr. Ich habe mir aber vorgenommen, einmal in das neue Schachcafé „Rochade“ in der Dammstraße hineinzuschnuppern, in dem es auch interessante Vorträge geben soll“, sagt er. Eine Leidenschaft aber blieb ihm: „Ich fahre regelmäßig zum Metal-Festival „Rockharz“ in Beidenstedt.“
Von Uwe Driest
Leserfoto des Tages

(Foto: Florian Parlow)
(Foto: Florian Parlow)
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