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OZ Chef-Letter - Hoffnung für die Volkswerft Stralsund

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Liebe Leserinnen, liebe Leser, 
das ist mal eine überraschende Nachricht zum Wochenende: Der russische Unternehmer Witali Jussufow liebäugelt erneut mit der Volkswerft Stralsund. 
Erneut? Ja richtig, der Mann hatte in den Schiffbaustandort am Sund ja schon einmal investiert – nach der Pleite der P+S-Werften. Bis 2016 firmierten die Werften in Wismar, Stralsund und Warnemünde unter Jussufows Ägide als „Nordic Yards“, dann verkaufte er den Werftenverbund an Genting Honkong. Und nun hat mein Kollege Frank Pubantz läuten hören, dass der Russe Interesse am Kauf der Volkswerft in Stralsund haben soll – oder an einer Einmietung am Sund. Seriöse Quellen bestätigen dies. Was darüber schon bekannt ist, lesen Sie hier
Mich hat der Beitrag auch persönlich besonders interessiert, weil mir als gebürtigem Stralsunder das Schicksal der Volkswerft natürlich am Herzen liegt. Schließlich hab ich als Schüler einer Polytechnischen Oberschule dort selbst regelmäßig Werfthallenluft geschnuppert. Im Fach PA (Produktive Arbeit) haben wir damals massive Lüfterklappengehäuse aus Stahl für Atlantik-Supertrawler gebaut. Und jeder hatte Mitschüler, deren Eltern auf der Werft gearbeitet haben. Die war noch ein volkseigener Betrieb mit tausenden Mitarbeitern, und die meisten der damals sehr gefragten Fischfangschiffe gingen in die Sowjetunion.
Anders als heute gab es immer genug Aufträge, aber selten genug Material. Jetzt ist nach der Auslieferung der eisgängigen Expeditionsyacht „Crystal Endeavor“ nicht ganz klar, wie es in der hochmodernen Stralsunder Schiffbauhalle weitergeht.   
Wenn der russische Investor da ein Stück Zukunft sichern kann, wäre das gut. Reichen wird es aber nicht, wie Sie hier lesen können. Immerhin hat Genting gerade die Führungsriege der MV Werften neu aufgestellt, und die Politik ringt weiter um Bürgschaften für den Weiterbau des Super-Kreuzfahrtschiffes „Global 2“.
Wie auch immer, ohne Werften will ich mir die Hansestädte an der Ostseeküste nicht vorstellen.
Ich hoffe sehr, dass es weitergeht und weiß, dass viele so empfinden. 
Ich wünsche Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende 
Herzlichst
Ihr Jan-Peter Schröder
Chef vom Dienst

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(Foto: Christa Driest)
(Foto: Christa Driest)
Lauterbach. Kathrin Krause kommt mit Ehemann und Hund Nicos mindestens einmal im Monat für mehrere Tage in die Marina nach Lauterbach. Dort leben sie auf ihrem Boot, einer Sirius-Jacht, und segeln auf der Ostsee.
Die drei lieben es, auf dem Wasser zu sein und haben alles dabei, was sie während des Aufenthalts benötigen, um sich autark zu fühlen. Sehr gern kocht die 57-Jährige komplette Mahlzeiten in der Bordküche. Sie stammt aus Sachsen-Anhalt, wuchs dort auf und heiratete früh. „Ich habe mich in meiner Heimat immer sehr wohl gefühlt“, sagt die gebürtige Wolfenerin.
Sie lernte Industriekauffrau und ist heute in einem Büro in Friedersdorf tätig. Zwei Kinder, 35 und 31 Jahre alt, und zwei Enkel gehören zu ihrem Leben. „Das dritte Kind ist Nicos, unser Basenji-Rüde, den wir aus Russland bekamen“, verrät sie augenzwinkernd. „Was uns immer wieder herzieht, sind die Schönheit der Natur und die guten Bedingungen für uns Segler in der Lauterbacher Marina.“
Von Christa Driest
Leserfoto des Tages

Hirschbrunft (Foto: Martina Schulz)
Hirschbrunft (Foto: Martina Schulz)
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