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OZ Chef-Letter - Kommen die 5 Mark je Liter?

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Guten Abend, liebe Leserinnen und Leser,
wissen Sie noch, wie die Grünen beschimpft, bepöbelt, belächelt wurden, als sie beschlossen, dass der Spritpreis schrittweise auf 5 Mark je Liter steigen müsse? 1998 war das.
Jetzt, 23 Jahre später, sind wir zwar noch nicht bei 5 Mark angekommen, aber der Liter Super knackte gestern auf Rügen die Marke von 1,80 Euro, was immerhin ungefähr 3,54 DM entspricht. Ich persönlich kann mich nicht erinnern, dass Benzin und Diesel jemals teurer waren.
Für die meisten Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ist das ein großes Ärgernis. Auf Rügen zum Beispiel haben die meisten keine Alternative zum Auto. Man kann dort in keine Straßenbahn oder U-Bahn (um)steigen. Auch mit dem Fahrrad kommt man nicht mal eben so zur Arbeit, wenn man in Bergen wohnt und in Sassnitz, Binz, Göhren oder Stralsund arbeitet.
Unser Lokalreporter Mathias Otto hat sich dem Frust auf der Insel gestellt und sich umgehört, was die hohen Preise – die auf der Insel zudem stark springen – für die Menschen bedeuten. Meine Kollegin Ann-Christin Schneider hat sich zudem der Frage gestellt, ab wann sich das Tanken in Polen lohnt, wo der Sprit in der Regel etwas günstiger zu haben ist als in Deutschland.
Heute gegen 16.30 Uhr in Stralsund kostete der Liter Super übrigens 1,60 Euro, in Rostock 1,55 Euro. Doch es steht zu befürchten, dass die Ölpreise und damit auch die Spritpreise weiter steigen – vielleicht irgendwann ja sogar tatsächlich auf 5 Mark je Liter. Also umsteigen? Auf ein E-Auto? An sich eine gute Idee. Soll ja auch viel umweltfreundlicher sein. Allerdings haben auch E-Autos ihre Tücken, wie unsere Greifswalder Lokalreporterin Christin Lachmann feststellte.
Ihnen wünsche ich eine gute Fahrt – und hoffe, dass die neue Bundesregierung zumindest die EEG-Umlage senkt oder abschafft, um einen Ausgleich zu schaffen für den Preis-Auftrieb an der Tankstelle.
 
Herzlich,
 
Ihr Thomas Pult

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Gesicht des Tages

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In der Rubrik „Gesicht des Tages“ stellen wir regelmäßig Menschen aus Wismar und der Umgebung vor. Heute: Renate Müller. Die 70-Jährige ist eine wahre Frohnatur. Was sie tut, um fit zu bleiben, und warum sie ausgerechnet die Liebe in einen Zwiespalt bringt.
Gesicht des Tages: Renate Müller (Foto: Maria Lentz)
Gesicht des Tages: Renate Müller (Foto: Maria Lentz)
Wismar. Vor neun Jahren ist die gebürtige Wismarerin Renate Müller zurück in die Hansestadt gezogen. Weit weg lebte sie aber auch zuvor nicht: Im Umland leitete die gelernte Krankenschwester einen Pflegedienst. Im Sommer wurde sie nun 70.
„Nichts tun liegt mir aber nicht. Denn: Wer rastet, der rostet“, betont sie. Von 2012 bis 2019 war sie zweite Vorsitzende der Wismarer Tafel, teilte dreimal wöchentlich Essen aus. Dann zog sie sich aus der ehrenamtlichen Tätigkeit etwas zurück: „Seit vier Jahren habe ich einen neuen Partner. Der wohnt in Warnemünde, also pendeln wir viel.“
Ende des Jahres wird sie Arbeit bei der Tafel endgültig niederlegen. „Wir wollen die Zeit, die uns zusammen bleibt, in vollen Zügen genießen“, sagt Renate Müller, die erst im vergangenen Jahr eine Krebserkrankung überstanden hat.
Also ein Umzug nach Warnemünde? „Ich bin hin- und hergerissen“, gibt die lebensfrohe Rentnerin zu: „Warnemünde ist toll, aber ich bin eben ein Wismarer Kind.“
Von Maria Lentz
Leserfoto des Tages

Im Herbst ist Erntezeit im Wald ud im Garten  (Foto: Jo Weber)
Im Herbst ist Erntezeit im Wald ud im Garten (Foto: Jo Weber)
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