OZ Chef-Letter

Von OZ-Redaktion

OZ Chef-Letter - Schwesigs Kabinettstückchen

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Liebe Leserin, lieber Leser,
nun steht sie also, die neue Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns. Und SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ist in den Verhandlungen mit dem neuen Juniorpartner– den Linken – ein Kabinettstückchen gelungen: Sechs Ministerien – darunter ein Superministerium – gehen an die SPD, die restlichen zwei an den Koalitionspartner. Mit vier Frauen und vier Männern sind die Regierungsposten zudem erstmals paritätisch aufgeteilt. Das ist eine echte Errungenschaft. In Wahrheit bilden mit Schwesig an der Spitze sogar mehr Frauen als Männer das zweite rot-rote Kabinett in der Geschichte des Landes.
Überraschend ist, dass Christian Pegel für die SPD das wichtige, aber undankbare Innenministerium übernimmt, und dass er die Digitalisierung zum Großteil behält – beides große Baustellen. Aber da er auch Bau-Minister wird, sind Baustellen ja künftig seine Welt.
Noch mehr Felder als Pegel hat künftig Superminister Reinhard Meyer zu bespielen: Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus, Arbeit, Verkehr, Energie und Landesentwicklung. Ganz ehrlich: Mit dem Mann möchte ich nicht tauschen! 😉 Keine Überraschungen sind indes Till Backhaus (Klimaschutz, Landwirtschaft, Umwelt), Bettina Martin (Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten), Stefanie Drese (Soziales, Gesundheit und Sport) und Heiko Geue (Finanzen).
Und die Linke? Simone Oldenburg bekommt ihr Wunschressort, die Bildung, plus die Kindertagesstätten. Sie war lange die schärfste Kritikerin der Bildungspolitik im Land. Jetzt darf sie beweisen, dass sie es besser kann als alle vor ihr. Jacqueline Bernhardt wird Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz. In diesen Bereichen kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Das kann man von anderen Ministerien nicht behaupten.
Wir Journalisten werden jedenfalls weiter genau hinschauen, was das zweite Kabinett Schwesig mit dem Land machen wird. Aber Skepsis hin, Kritik her: Ich wünsche dieser Landesregierung zunächst einmal bestes Gelingen. Es wäre für alle von Vorteil, wenn sie Erfolg hat.
Herzlich,
Leitender Redakteur

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Gesicht des Tages

Gesicht des Tages: Patricia Schmidt
Gesicht des Tages: Patricia Schmidt
Wenn Patricia Schmidt ein Buch aufschlägt, ist es möglicherweise ein Ratgeber fürs Backen. Die 31-Jährige aus Zingst liest nämlich gern, sie backt auch gern. Sehr zur Freude ihrer Kolleginnen und Kollegen in der Nationalparkverwaltung. Die müssen zuweilen auch als Testesser herhalten. Gerade erst servierte Patricia Schmidt einen Zupfkuchen. Zum ersten Mal hat sie den Kuchen aus dem Ofen geholt und wollte erst das Urteil der Mitarbeiter, bevor sie die Kreation der Schwiegermutter in spe auftischt. Das Urteil in der Behörde fiel einstimmig aus, sie darf den Zupfkuchen der künftigen Schwiegermama servieren. Alles lecker. Patricia Schmidt stammt eigentlich aus Weimar. Urlaube mit den Eltern auf der Halbinsel, später ein Praktikum in der Umweltbildung des Nationalparks bewogen sie schließlich, ganz in die Region zu kommen. Sie zog 2014 nach Zingst, war dort als Rangerin im Einsatz.
Leserfoto des Tages

Blätterreich im November (Foto: Corinna Schaak)
Blätterreich im November (Foto: Corinna Schaak)
“Gestern früh schien noch die Sonne, auf meinem Weg zum Fischerdörfchen Vitt am Kap Arkona. Ich freute mich sehr über diesen, für den November noch recht Blätterreichen, Anblick”, schreibt Corinna Schaak zu ihrem Bild.
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